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Glück, Gesundheit, regionale Wirtschaft… Bürger diskutieren im Kreishaus

Glück, Gesundheit und Zusammenhalt fördern; die regionale Wirtschaft für die Zukunft stärken; die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten; eine agile und verlässliche Kreisverwaltung sein und die Politik gemeinsam mit allen Menschen im Landkreis gestalten: Das sind die Ziele des Landkreises.
Im Rahmen eines Dialogforums hat jetzt der Landkreis Marburg-Biedenkopf das Nachhaltigkeitskonzept vorgestellt und mit interessierten Bürgern gesprochen. Die Mitarbeitenden stellten fünf Wirkungsfelder und die wichtigsten Themen vor, die der Landkreis nachhaltig entwickeln will.

Gutes Leben im Alter

Aus dem ersten Wirkungsfeld ist das Thema „Ländliche Entwicklung, Demografie und gutes Leben im Alter“ sowohl von der Verwaltung als auch von den Bürgern als das wichtigste eingestuft worden. Der Landkreis setzt sich darum das Ziel, die Infrastruktur und die Versorgung in den Dörfern zu erhalten und zu entwickeln. Die ländliche Entwicklung und die Stadtentwicklung sollen auf den Bedarf älterer Menschen abgestimmt werden.

Personennahverkehr verbessern

Zu diesem Zweck werden Daten zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs erhoben und ausgewertet. Durch den gezielten Einsatz von Fördermitteln sollen Ortskerne wiederbelebt und Wohnraum weiterentwickelt werden.

Rund 80 Interessierte beim Dialogforum im Kreishaus. (Foto: Landkreis)

„Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat als einer der ersten Landkreise in Deutschland ein Nachhaltigkeitskonzept erstellt und ist damit auch ein Vorbild für andere Landkreise“, sagte Landrätin Kirsten Fründt zu rund 80 Interessierten, die sich zum „Dialogforum Nachhaltigkeit“ im Kreishaus eingefunden hatten. Der verwaltungsinterne Austausch zur Konzeptentwicklung habe viele wertvolle Ideen und Vorstellungen hervorgebracht, die die Kreisverwaltung als Ganzes beträfen.

Ist das jetzt auch nachhaltig?

Diese Entwicklung habe auch Abteilungen sensibilisiert, die sich bislang nicht so intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt hätten. Bürgerinnen und Bürger in einem mehrstufigen Beteiligungsprozess einzubinden sei wichtig, um die Ergebnisse abzusichern. „Im Grunde müssen wir dahin kommen“, so Fründt, „dass sich jeder einzelne als Leitgedanke fragt: Ist das jetzt nachhaltig, was ich hier tue?“. Bei diesen Fragestellungen solle das Nachhaltigkeitskonzept Hilfestellung bieten und Mut machen, Dinge gemeinsam anzugehen.

Weitere Bedarfe ausarbeiten

Derzeit fördert der Landkreis – um nur einen Aspekt herauszugreifen – im Rahmen des PRODKASTEN-Projektes innovative Produkte aus der Region. Zudem strebt er die Zertifizierung als „Mittelstandorientierte Kreisverwaltung“ an. Für die vielfältigen bereits existierenden Aktivitäten der Kreisverwaltung böte das Nachhaltigkeitskonzept ein vereinendes Gesamtgerüst. Anhand dessen könnten nun weitere Bedarfe identifiziert und ausgearbeitet werden. Dabei solle auch zukünftig weiter auf Beteiligung und Austausch mit bestehenden Initiativen gesetzt werden, unterstrich die Landrätin.

Theater
zum Auflockern

In moderierten Arbeitsgruppen wurden anschließend Fragen diskutiert. Zwischen den Vorträgen und nach der Arbeitsgruppenphase kam das „fast forward theatre“ aus Marburg ins Spiel. Martin Esters und Antje Kessler führten mit viel Humor und Fantasie die von den Teilnehmenden vorgebrachten Ideen und Anmerkungen zum Thema nachhaltiger Landkreis zu spontanen Theaterszenen zusammen, was bei den Gästen sehr gut ankam.