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Lkw-Fahrer gab sich als Polizist aus und schoss

Da hat sich am Montag ein Lkw-Fahrer „ganz schön was geleistet“: Gegen 21.15 Uhr hat ein 37 Jahre alter Lastwagenfahrer alles Mögliche gemacht, um aufzufallen. Er hätte es besser lassen sollen. Der Mann aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf muss sich demnächst wegen folgender fünf Delikte verantworten: Verdachts der Bedrohung, Nötigung, Amtsanmaßung, Verstoß gegen das Waffengesetz und Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel. Außerdem muss er um den Entzug seines Führerscheins bangen.

Der Mann schoss zwar nur mit einer Schreckschusswaffe, aber der Schuss verfehlte seine Wirkung bei den Opfern nicht. (Symbolfoto)

Der Tatverdächtige gab sich in Wenkbach gegenüber einem 24-jährigen Mann als Polizeibeamter aus und täuschte eine Personenkontrolle vor. Als der 24-Jährige der Aufforderung zur Aushändigung seines Ausweises nicht nachkam, zog der angebliche Polizist eine Waffe, wie sich später herausstellte eine Schreckschusswaffe, und bedrohte sein Gegenüber.

…und Schuss!

Mit dem hinzukommen eines zweiten Mannes, war die Kontrolle plötzlich zu Ende. Als der „Kontrollierte“ mit seinem Bekannten allerdings in einem Auto wegfahren wollten, positionierte sich der Betrüger deutlich sichtbar hinter dem Auto, lud seine Waffe durch und gab deutlich hörbar einen Schuss ab.

Opfer flüchteten

Die beiden Männer im Auto ergriffen daraufhin die Flucht. Die Polizei traf den Mann noch in Wenkbach an, stellte die Schreckschusswaffe sicher und nahm ihn zur Blutprobe mit auf die Wache. Sein Alkotest hatte 0,68 Promille angezeigt. Und nach eigenem Bekunden war wohl zusätzlicher Genuss von Betäubungsmitteln erfolgt. Er war zuvor mit seinem Lastwagen unterwegs gewesen.