
Eingeritzt und aufgesprüht, unverfroren weggefahren und mit Absicht beschädigt
Die Polizeimeldungen haben auch heute wieder eine Menge zu bieten: Mutwillige Sachbeschädigungen die einen ja ob der Unnötigkeit besonders ärgern können, aber auch verfassungsfeindliche Symbole zu denen der Staatsschutz ermittelt oder – wie leider immer – Fahrerfluchten. Aber etwas Gutes gibt es auch zu vermelden: Der jüngst vermisste 69-Jährige wurde gefunden.
Gladenbacher gesucht:
Im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall in Gladenbach – vor der Apotheke auf dem Westring – sucht die Polizei Biedenkopf einen wichtigen Zeugen. Dieser Zeuge und der Unfallverursacher halfen zunächst einem verletzten Fußgänger. Anschließend fuhr der gesuchte Zeuge den Pkw des Verletzten nach Hause und übergab ihn dort Angehörigen. Dieser hilfsbereite Mann gab gegenüber den Beteiligten an, den Unfallhergang gesehen zu haben. Er wird dringend gebeten sich mit der Polizei Biedenkopf in Verbindung zu setzen.
Was war passiert? Nach bisherigem Wissen parkte am Montag um 17.15 Uhr, ein 79 Jahre alter Autofahrer am Westring ein. Als er dabei zurücksetzte, streifte er einen 70-jährigen Fußgänger. Der stürzte und zog sich Verletzungen zu. Ein Rettungswagen transportierte ihn zur Untersuchung ins Krankenhaus.
Eingeritzt und aufgesprüht
Erneut muss der Staatsschutz der Kriminalpolizei Marburg ermitteln. Es geht um eingeritzte und aufgesprühte Hakenkreuze. In einem Fall kommt noch Beleidigung dazu.
Tatorte waren die Eingangstür des Kinder- und Jugendclubs im Gebäude der Kulturscheune Michelbach und der Gehweg gegenüber einer Kindertagesstätte in der Straße „Am Schwanhof“. Hinterlassen wurden ein großes Hakenkreuz und eine beleidigende Großbuchstabenkombination in den weiß lackierten Holzrahmen. Der Schaden beträgt mindestens 500 Euro. Am Schwanhof ist der entstandene Schaden geringer, allerdings ist das in Rosa aufgesprühte Symbol mit 40 x 40 Zentimetern deutlich größer.
1.500 Euro: mutwilliger Schaden
Im Marburger Franz-Leonhard-Weg verkratzte ein noch unbekannter Täter einen ordnungsgemäß geparkten schwarzen Audi A 1 mit HSK-Kennzeichen. An dem Audi entstand ein Schaden in Höhe von mindestens 1.500 Euro. Wer hat zur Tatzeit zwischen 16.45 Uhr am Dienstag und 16 Uhr am Mittwoch verdächtige Beobachtungen gemacht, die mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten?
Neongrün auf Dunkelblau
Nachdem Besprühen einer dunkelblauen E-Klasse mit neongrüner Farbe in Fronhausen ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung und bittet um sachdienliche Hinweise. Festgestellt wurde der Schaden am Mittwoch, 9. Oktober. Zu dieser Zeit parkte der Mercedes vor dem Anwesen Heinrich-Bastian-Straße 29.
Auto verkratzt
Was steckt dahinter, dass so viele Täter anderer Leute Eigentum mutwillig beschädigen? Der schwarze Skoda Octavia stand am Dienstag von 15.45 bis 15.55 Uhr, also gerade mal für nur 10 Minuten am Tatort, dem Rewe-Parkplatz in Stadtallendorf. Als die Fahrerin zurückkam, bemerkte sie sofort die frischen Kratzer auf der hinteren Tür der Beifahrerseite. Den Spuren nach stammen die Kratzer nicht durch eine Kollision oder ein Touchieren beim Parkmanöver, sondern offenbar von einem spitzen Gegenstand. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen mindestens 500 Euro.
Vermisster gefunden
Am Mittwoch suchte die Polizei einen vermissten schwerbehinderten Mann und setzte dabei neben mehreren Streifen auch den Polizeihubschrauber und die Wärmebildkamera ein. Die intensive Suche endete nach gut zweieinhalb Stunden mit dem Finden des 69 Jahre alten Mannes.
Eine Streife hatte auf dem Radweg zwischen Rauschenberg und Kirchhain etwa bei der Hardtmühle Hilferufe aus dem Wald gehört und den Vermissten dort neben seinem Rollstuhl liegend gefunden. Er schien unverletzt. Trotzdem brachte ein Rettungswagen den Mann zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus.
Unverfrorene 80-Jährige
Dank einer aufmerksamen Zeugin klärte die Polizei eine Unfallflucht vom Mittwoch um 19.55 Uhr, in der Marburger Leopold-Lucas-Straße auf. Eine 80 Jahre alte Frau beschädigte beim Verlassen des Parkplatzes der Kaufmännischen Schulen in der Leopold-Lucas-Straße einen am Fahrbahnrand geparkten schwarzen VW Touareg. Sie streifte mit der rechten Seite ihres Autos den Touareg hinten links und fuhr völlig unverfroren davon.
Am Heck des VW entstand ein Schaden von mindestens 2.500, am Auto der Seniorin einer von mindestens 3.000 Euro. Sie räumte später ein, gefahren zu sein. Dank der Zeugenaussage gelang es die Unfallflucht zu klären; und der Besitzer des VW bleibt nicht auf seinem Schaden sitzen.

