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Marburg

Bürger machen ihren Internet-Zugang öffentlich

Eine Idee – so einfach wie genial. Und Marburg weiß, wie: Durch das City-Wifi gibt es in der Innenstadt bereits freies W-LAN an einigen Hotspots. Doch da geht noch mehr: Mit der Förderung von Routern, die für den Freifunk tauglich sind, will die Stadt das freie Internet gemeinsam mit Internetnutzern ausbauen, so dass es viele weitere dezentrale Hotspots in der Stadt geben wird.

Mehr freies W-LAN

Die Universitätsstadt Marburg will so mehr freies W-LAN über die Stadt verteilt ermöglichen. Dazu fördert sie weiterhin Router zur Eingliederung ins Freifunknetz. Wer seinen privaten Router zur Internetnutzung freigibt, kann so die freien WiFi-Hotspots im öffentlichen Raum durch zusätzliche Freifunk-Hotspots stadtweit ergänzen und bekommt dafür einen Teil der Anschaffungskosten erstattet.

Tolles Konzept

„Mit der Förderung von Freifunk-Routern unterstützten wir die Marburger Freifunkgemeinschaft und das bürgerschaftliche Engagement für freies Netz. Gemeinsam können wir so noch mehr WLAN-Zugänge im gesamten Stadtgebiet schaffen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Spies.

Junger Mann sitzt und tippt auf dem Handy rum
Mehr freies W-LAN für alle: und so einfach umzusetzen.

Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: Einwohner kaufen für ihren eigenen Gebrauch einen OpenWRT-fähigen Router, dessen Internetzugang sie über das Freifunk-Netz auch der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Somit können sich alle Interessierten am Ausbau eines öffentlichen, nichtkommerziellen WLAN-Angebots beteiligen.

Win-Win

Im Gegenzug fördert die Stadt die Anschaffung der Router zu 75 Prozent bis zu einem Höchstbetrag von 60 Euro, sofern diese in das Marburger Freifunknetz eingegliedert werden. Die Stadt unterstützt den Freifunk in Marburg seit Ende 2016, seither wurden knapp 30 Anträge bewilligt. Eine Idee, die sicher auch für Städte und Gemeinden im Hinterland umsetzbar wäre. Oder?