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„Die Nachfrage ist noch immer groß!“

Die Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill hat in den vergangenen Monaten seit Beginn der Corona-Krise deutlich mehr als 3.000 Mitgliedsunternehmen rund um die Themen Soforthilfe und Mikroliquidität beraten.

Mehr als neun Millionen

300 Anträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als neun Millionen Euro sind vom Team „Soforthilfe“ bearbeitet worden. Die durchschnittlich beantragte Kreditsumme belief sich auf 30.000 Euro. Mit 36 Prozent kamen die meisten Anträge aus dem Dienstleistungsgewerbe, 23 Prozent aus dem Handel und 21 Prozent aus der Gastronomie sowie Hotellerie. Die Branche „Verkehr und Lagerei“ war mit 4 Prozent, das Baugewerbe mit 2 Prozent vertreten. 14 Prozent der Anträge kamen aus dem Verarbeitenden Gewerbe.

Viele Fragen

Zeitweise habe die Hotline bis 20 Uhr zur Verfügung gestanden, sagt Alexander Cunz, Bereichsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung. Bei der Vergabe dieses Förderprogramm der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen ist die IHK Lahn-Dill beteiligt. Cunz: „Die Nachfrage ist noch immer groß.“ Aber auch die Themen Kurzarbeit, Steuerstundungen und KfW-Förderprogramme laufen über die Hotline.

Mann. Brillenträger. Im weißen Hemd.
„Trotz der schrittweisen Lockerungen dauern die Umsatzeinbrüche in bestimmten Branchen deutlich länger an, als erwartet“, sagt Alexander Cunz. (Foto: privat)

Derzeit berät die Kammer bei der Beantragung der Überbrückungshilfe, die sich zeitlich an die inzwischen ausgelaufene Soforthilfe anschließt und im Juli gestartet ist.
„Trotz der schrittweisen Lockerungen dauern die Umsatzeinbrüche in bestimmten Branchen deutlich länger an, als erwartet“, sagt Cunz. Dazu zählten Betriebe aus der Veranstaltungslogistik, dem Gastgewerbe, Messedienstleister, Schausteller, Reisebüros oder Busunternehmen. Das Team hat wieder die Beratungshotline geschaltet: Unter 02771-842-1111 oder 06441-9448 22 22 stehen die Experten der IHK Lahn-Dill zwischen 7.45 und 16.30 Uhr den Anrufern zur Verfügung.