
„Es ist einfach zu viel“
Weniger Termine und mehr Zeit zu Hause: Das bedeutet für viele, dass Dachboden und Keller auf den Kopf gestellt und Klamotten entsorgt werden. Flohmärkte finden nicht mehr statt, also wohin damit?
Zu viel
Mittlerweile quellen viele Kleidercontainer über. Trotzdem werden Säcke danebengestellt, in denen die Klamotten faulen. Auch der DRK-Kleiderladen „Jacke wie Hose“ in Biedenkopf kämpft mit der Spendenflut, bei der es sich oft leider nicht um gut erhaltene Ware handelt. Teilweise treffe, so heißt es, die ehrenamtlichen Helfer förmlich der Schlag, wenn sie zur Arbeit kämen und es kein Durchkommen zur Tür des Kleiderladens gäbe, weil der ganze Eingangsbereich voller Säcke stehe. „Es werden kaputte Kinderwagen oder Kindersitze einfach vor dem Kleiderladen abgeladen“, heißt es.
Die Zeiten
Der Kleiderladen „Jacke wie Hose“, der sich in der Hospitalstraße 48 befindet, hat derzeit montags und mittwochs von 10 bis 14 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Guterhaltene Textilspenden werden zu diesen Öffnungszeiten entgegengenommen. Es bestehen jedoch keine Kapazitäten, um größere Mengen (etwa aus Haushaltsauflösungen) abzuholen. Auch Kindersitze, Kinderwagen und Haushaltsware werden nicht angenommen.
Nur vier
Im Kleiderladen ist ein Mund-Nasenschutz Pflicht, ein Abstand von 1,5 Metern muss unbedingt eingehalten werden. Und jeder, der den Laden betritt, desinfiziert seine Hände. Zudem dürfen sich nicht mehr als vier Kunden im Geschäft aufhalten.

Viele Altkleidercontainer sowie Lager von Wohltätigkeitsorganisationen platzen aus allen Nähten, da aufgrund von Corona der Weitertransport ins Ausland erschwert wird und viele ehrenamtlichen Helfer selbst zur Risikogruppe zählen. Natürlich wünscht sich auch das DRK Spenden, aber vielleicht macht es Sinn Spenden einige Zeit aufzubewahren und zu einem späteren Zeitpunkt abzugeben.

