
Gescheppert und geprasselt: die Polizeimeldungen
In Gladenbach:
Der Täter hinterließ einen Schaden von stolzen 2.000 Euro. Das ist bei weitem kein Kavaliersdelikt mehr. Wer hat etwas beobachtet? Für die Unfallflucht am Samstag, zwischen 8.30 Uhr und 12 Uhr, kommen zwei Örtlichkeiten in Gladenbach infrage: zum einen der Parkplatz am Marktplatz, zum anderen der Parkplatz vor dem Obi-Markt in der Jakob-Heuser-Straße.
Der Unbekannte fuhr in der relevanten Zeit gegen die Fahrertür eines schwarzen Daimler Benz. Hinweise bitte an die Polizeistation Biedenkopf.
Gleich zweimal!
Fremdschaden von 1.100 Euro verursachte ein Autofahrer am frühen Sonntagnachmittag in der Ockershäuser Allee in Marburg. Aufgrund der Zeugenangaben suchen die Beamten jetzt nach einem dunklen Pkw Kombi mit einer beschädigten Felge. Der bis dato Unbekannte fuhr um 13.08 Uhr in Richtung Innenstadt.
Etwa in Höhe des Altenheims krachte er zunächst gegen einen geparkten Audi Avant und touchierte direkt danach den Außenspiegel eines abgestellten blauen Golfs. Nach der ersten Kollision landeten Felgenteile des mutmaßlichen Unfallverursachers auf dem Dach des Audi. Der Unbekannte fuhr mit dem beschädigten Wagen in Schlangenlinien weiter in Richtung Wilhelmsplatz. Laut Zeugen kam es dabei beinahe zu einem weiteren Unfall mit einem entgegenkommenden Fahrzeug.
Neben dem flüchtigen Kombi-Fahrer sucht die Polizei weitere Zeugen.
Schilderinseln überfahren
Der Betroffene vermutet, dass sich zwei Autofahrer am Sonntagabend ein Straßenrennen lieferten. Letztendlich landete der 43-jährige Daimler-Fahrer auf einer Verkehrsinsel in Lahntal. Der Hamburger war um 21.25 mit seinem Vito auf der Bundesstraße 62 von Göttingen kommend in Richtung Goßfelden unterwegs. Kurz vor dem Kreisel in Höhe Sarnau tauchten seinen Angaben zufolge urplötzlich von hinten zwei Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit auf. Einer der Wagen setzte links zum Überholen an und das zweite Fahrzeug fuhr zunächst dicht auf und betätigte mehrfach die „Lichthupe“.
Der Daimler-Fahrer erschrak heftig, zog seinen Wagen leicht nach links und wurde nun von dem hinter ihm befindlichen Pkw rechts überholt. Letztendlich verlor der Daimler-Fahrer aufgrund der Gesamtumstände die Kontrolle über seinen Wagen und überfuhr eine Verkehrsinsel. Der nicht mehr fahrbereite Vito musste anschließend abgeschleppt werden. Von den beiden mutmaßlichen Unfallverursachern, die einfach in Richtung Goßfelden weiterfuhren, fehlt jede Spur. Der Sachschaden beträgt 3.500 Euro.
Demo-Teilnehmer
Anlässlich einer Kundgebung, die sich auch gegen die Situation der Kurden in Nordsyrien richtete, kam es am Freitagnachmittag, in der Marburger Robert-Koch-Straße zu einer Sachbeschädigung. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen.
Etwa 350 Personen nahmen an der Demonstration am Nachmittag teil. Gegen 17.30 Uhr befand sich der Aufzug etwa in Höhe des Finanzamtes und bewegte sich in Richtung Innenstadt. Auf der Gegenfahrbahn in Richtung Hauptbahnhof warteten zu diesem Zeitpunkt mehrere Fahrzeuge, darunter auch ein türkischer Staatsangehöriger mit seinem blauen Ford Focus. Ein Teilnehmer der Demonstration schlug unvermittelt mit seinem selbst gefertigtem Plakat samt Holzstiel gegen die Frontscheibe des Wagens und verursachte dabei einen Schaden von 500 Euro.
Der betroffene Fahrer erstattete erst am folgenden Tag eine Anzeige. Von dem mutmaßlichen Täter liegt leider keine Beschreibung vor. Da im Wageninneren des Geschädigten türkische Symbole sichtbar waren, dürfte der Vorfall am Freitag einen politischen Hintergrund haben. Die Ermittler hoffen, dass Autofahrer oder Teilnehmer der Demonstration nähere Angaben zu dem Geschehen machen können.
Wieder Hakenkreuz
Erneut ist in Wehrda ein Hakenkreuz aufgetaucht. Betroffen ist eine Schule im Lärchenweg. Der Unbekannte wurde zwischen Freitagnachmittag und Samstagvormittag aktiv und schmierte das etwa 40 x 40 cm große Hakenkreuz mit grüner Farbe auf einen Gedenkstein. Der Staatsschutz der Kriminalpolizei Marburg erhofft sich Hinweise aus der Bevölkerung.
Erneut Einbrecher
Immer mehr Einbrecher, so hat man das Gefühl, werden im Landkreis aktiv. Bereits am Freitag berichtete die Polizei über einen Einbruch in der Menchestraße in Kirchhain. Zwischen Freitag und Sonntag war erneut ein Einbrecher in der Straße unterwegs.

Der Unbekannte hebelte das Fenster zu einem Einfamilienhaus auf und suchte anschließend im Inneren vergeblich nach geeigneter Beute.
Blutentnahme
Am Freitagvormittag kontrollierte die Polizei einen 36 Jahre alten Rollerfahrer im Ostkreis. Das Ergebnis der Kontrolle: Atemalkoholtest leicht positiv, Drogenvortest positiv, keine Fahrerlaubnis vorhanden. Der Ertappte durfte nach der Blutentnahme wieder gehen, allerdings zu Fuß.
Was war los?
Die Scheibe war heruntergekurbelt und er würgte seinen Wagen an der Ampel ab. Als der Fahrer dann am späten Freitagabend auch noch sehr flott auf der Cappeler Straße in Richtung Marburger Weintrautstraße unterwegs war, zog er zwangsläufig die Aufmerksamkeit einer Polizeistreife auf sich. Wie sich herausstellte, hatte der 29-Jährige wohl auch nicht umsonst das Fenster der Fahrertür komplett geöffnet.
Schon beim Öffnen des Wagens strömte den Beamten eine heftige Alkoholfahne entgegen. Der Vortest verlief entsprechend stark positiv. Die Polizei veranlasste eine Blutentnahme und stellte den Führerschein sicher.
Weitergebrettert
Den Führerschein auf Probe dürfte der junge Mann wohl so schnell nicht wiederbekommen. Der 20-Jährige war in der Nacht auf Samstag, auf der Bundesstraße 3 in Höhe Bürgeln unterwegs und sollte kontrolliert werden. Die Haltesignale im Display des Polizeiwagens ignorierte der Fahrer gegen 3.30 Uhr zunächst. Erst das eingeschaltete Blaulicht bewegte ihn offenbar zu einem Stopp.
Der erheblich alkoholisierte Mann musste eine Blutentnahme erdulden und seinen Führerschein abgegeben. Einen Drogenvortest lehnte er ab. Wird ihm auch nichts nützen…

