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Bad Laasphe

„Gesichter“ für die anonymen Schilderungen

Bewegend, eindrucksvoll, echt: Unlängst besuchten die 239 Oberstufenschülerinnen und -schüler des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe gemeinsam mit ihren Fachlehrern in einer Sondervorstellung den Dokumentarfilm „Wir sind die Juden aus Breslau“.

Mit Zeitzeugen

In zwei Kinosälen des Residenzkinos konnten die Schülerinnen und Schüler den Lebensweg von 14 Zeitzeugen nachempfinden, die als jüdische Kinder in Breslau aufwuchsen und der Unterdrückung und Verfolgung der Nationalsozialisten ausgesetzt waren. Viele von ihnen flohen in die USA, nach Palästina oder Israel. Einige überlebten sogar das Konzentrationslager in Ausschwitz.

3 Männer, 4 Frauen, stellen sich zum Gruppenfoto im Kino-Foyer.
Die Lehrkräfte Christina Ann Wurm, Sven Sendfeld, Markus Saßmannshausen, Katrin Schmieding, Sarah Naumann (v.l.) mit Kai Winterhoff vom Residenzkino sowie Regisseurin Karin Kaper freuen sich über das gemeinsame Projekt. (Foto: privat)

Die jungen Zuschauer konnten vor und nach dem Dokumentarfilm mit Regisseurin Karin Kaper sprechen, die interessante Informationen zum Dreh und zur Arbeit am Film teilte und auch Fragen beantwortete.

„Sehr bewegt“

Für die Schülerinnen und Schüler war der Vormittag im Kino eine wertvolle Erfahrung. Sie erhielten nicht nur Eindrücke über vergangenes jüdisches Alltagsleben in Breslau, sondern den oftmals anonymen Schilderungen in ihren Schulbüchern wurden 14 Gesichter gegeben, deren Schicksal sie sehr bewegt hat.