
Die Marburger können noch eine Million Euro ausgeben
Mehr Kundschaft, mehr Umsatz, neue Gäste für die Betriebe – das Stadt-Geld funktioniert in Marburg. Beneidenswert! Die Halbzeit-Bilanz der Corona-Hilfsaktion kann sich sehenlassen. Die Gewerbetreibenden sind mit der Aktion mehr als zufrieden: Rund 820.000 Euro Stadt-Geld haben die Bürger bis jetzt in ihre Läden, Restaurants, Cafés und zu den ortsansässigen Dienstleister getragen. Knapp eine Million Euro haben sie noch zu Hause – und drei Wochen Zeit, um das übrige Stadt-Geld auszugeben.
„Sehr gut!“
Fast 90 Prozent der Gewerbetreibenden finden die Stadt-Geld-Aktion der Stadt Marburg gut oder sogar sehr gut. Und gut 500 Betriebe, die wegen Corona schließen mussten, sind mittlerweile auf der eigens dafür eingerichteten Händlerseite bei der Stadt registriert. Darüber rechnen sie seit Wochen tausende eingelöster Gutschein-Codes mit der Stadt ab.
Neue Kunden
Fast drei Viertel der Händler, Gastronomen und Dienstleister berichten von mehr und neuer Kundschaft durch das Stadt-Geld – nur 28 Prozent stellten keinen Zuwachs fest. Manche Läden und Gaststätten berichten auch von 100, 160 oder gar 200 Euro, die Kunden oder Gäste zusätzlich zum Gutschein-Wert bei ihnen ließen.

„Das haben wir gehofft und mit der Aktion bezweckt“, sagt Oberbürgermeister Thomas Spies, „dass unser Stadt-Geld Anstoß und Motivation für das lokale Einkaufen und die weitere Unterstützung der lokalen Wirtschaft ist.
Vorbild für ganz Deutschland
Schon zum Start der Aktion hatten Einzelhandelsverband, IHK und lokale Handwerkerschaft das Marburger Stadt-Geld als Vorbild für ganz Deutschland gelobt. Jetzt, mit der praktischen Erfahrung, schließen sich die Betriebe in der Stadt dem Urteil ihrer Verbände an: Fast 90 Prozent würden die Gutschein-Aktion anderen Städten weiterempfehlen. Am meisten vom Stadt-Geld profitiert hat laut Umfrage der Marburger Einzelhandel, gefolgt von der Gastronomie, den Dienstleistenden und den Kultureinrichtungen.

