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Buchenau,  Eckelshausen,  Landkreis

Eckelshausener Musiktage können wieder stattfinden

Die Eckelshausener Musiktage stehen bevor! Zweimal hatte die Corona-Pandemie das Kammermusikfestival im Lahntal verhindert. Jetzt darf wieder ohne Einschränkung gespielt werden. Aufgrund fehlender Planungssicherheit konnten die Veranstalter laut Mareile Zürcher (Vorsitzende des Fördervereins) nur ein abgespecktes Programm planen: Statt sonst acht bis neun Konzerten bietet die 32. Auflage der Musiktage fünf Termine – Motto des Festivals: „Phoenix“.

Ältere Frau. Porträtfoto
Annemarie Gottfried hat das aktuelle Programm mit Julius Berger gemeinsam noch geplant. Am 6. Mai ist sie gestorben. (Foto: privat)

Annemarie Gottfried, Initiatorin des internationalen Kammermusikfestivals Eckelshausener Musiktage, ist am 6. Mai im Alter von 98 Jahren in Eckelshausen gestorben. Die Konzerte werden dennoch wie geplant stattfinden. „Das wäre auch ihr Wunsch gewesen“, sagt Enkeltochter Mareile Zürcher. „Sie hat das Programm mit Julius Berger gemeinsam noch geplant!“

Das Georgische Kammerorchesters Ingolstadt ist zu Gast. Im Mittelpunkt steht die Uraufführung eines Konzertes für zwei Violoncelli und Streichorchester. (Foto: Andi Frank)

Los geht es am Samstag, 28. Mai, um 19 Uhr im Roth-Atrium Buchenau mit dem Gastspiel des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt.
Im Mittelpunkt steht die Uraufführung eines Konzertes für zwei Violoncelli und Streichorchester, das Julius Berger und seine Frau Hyun-Jung Berger bei der Südtiroler Komponistin Manuela Kerer in Auftrag gegeben haben. Sie hat das Werk „Penumbra“ genannt und lässt dort Zitate aus Ludwig van Beethovens „Les Adieux“-Klaviersonate „im Halbschatten (lateinisch: Penumbra) inmitten meiner Klangsprache aufleuchten“.

Julius Berger wird am 29. Mai zu hören sein – gemeinsam mit Hyun-Jung Berger und dem Polnischen Cello-Quartett sowie dem ukrainisch-belarussischen Duo Andrei Pushkarev, (Foto: Katharina Zürcher)

Am Sonntag, 29. Mai, ab 16 Uhr ebenfalls in Buchenau musizieren Julius Berger und Hyun-Jung Berger gemeinsam mit dem Polnischen Cello-Quartett sowie dem ukrainisch-belarussischen Duo Andrei Pushkarev, Vibraphon und Percussion, und Pavel Beliaev, Marimba, ein aus Bearbeitungen bestehendes Programm unter anderem mit Werken von Frédéric Chopin.

„Die Giraffe“

Weiter geht es am Freitag, 3. Juni, ab 17 Uhr unter freiem Himmel im Schartenhof Eckelshausen. Dort geben die Pyrmonter Theatercompagnie Schade und das fünfköpfige Bläser-Ensemble Prisma ein Kinderkonzert: „Papa Haydn“, wie der Komponist Joseph Haydn auch genannt wurde, arbeitet an seiner neuen Tier-Sinfonie „Die Giraffe“ – mithilfe des Publikums.

Im Glaspavillon

Im Eckelshäuser Glaspavillon Velte ist am Samstag, 4. Juni, ab 19 Uhr das tschechische Bennewitz Quartett zu Gast. Es musiziert unter dem Motto „Aufbruch“ Werke von Haydn, Mozart, Antonín Dvořák und Erwin Schulhoff.

Die Camerata Köln spielt am Pfingstsonntag in der Stiftskirche Wetter. (Foto: Veranstalter)

Zu Ende gehen die 32. Eckelshausener Musiktage am Pfingstsonntag, 5. Juni, ab 19 Uhr in der Stiftskirche Wetter. Die Camerata Köln spielt dort unter der Leitung des Blockflötisten Michael Schneider barocke Meisterwerke von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Antonio Vivaldi.

Tickets kaufen

Karten sind erhältlich per E-Mail an info@ eckelshausener-musiktage.de oder über das Kartentelefon 06461-701 97 24 sowie an der Abendkasse. Kartenpreise: 30, 35, 40 Euro; Kinderkonzert: 5 Euro für Kinder, 12 Euro für Erwachsene. 50 Prozent Ermäßigung für Schüler und Studierende bis 26 Jahre.