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Diskriminierung und Identität sind Thema beim Ökumenegespräch

Spannend, emotional und zuweilen mit enormer Sprengkraft: Um Diskriminierung und Identität dreht sich das 16. Marburger Ökumenegespräch. Dazu wird am Samstag, 26. Januar, eingeladen. Die Hauptreferate der renommierten Gemeinschaftsveranstaltung von Stadt, Universität und Kirchen halten die Bundestagsabgeordnete Karin Göring-Eckhardt, Prof. em. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz aus Erlangen und Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr aus Leipzig. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr in der Alten Aula der Philipps-Universität.

Oberbürgermeister Thomas Spies (2.v.l.) lädt mit Dekan Burkhard zur Nieden (v.l.), Kariona Kupka-Stavrou, Ruth Fischer (Fachdienstleitung Kultur) und Dr. Markus Lersch zum 16. Marburger Ökumenegespräch ein. (Foto: Patricia Grähling, Stadt Marburg)

„Das diesjährige Thema ist spannend und prägt die öffentliche Diskussion stark“, sagt Oberbürgermeister Thomas Spies. Er erwartet, dass wegen der Aktualität des Themas auch viele jüngere Menschen teilnehmen.

Enorme Sprengkraft

Für die Kirchen hat das Thema „enorme Sprengkraft“, erklärt Dekan Burkhard zur Nieden vom evangelischen Kirchenkreis Marburg. Die Kirche wirke weit über Mitteleuropa hinaus. Viele protestantische Migrantinnen und Migranten schlössen sich der evangelischen Kirche nicht an, weil sie gegenüber den Kirchen und Familien in der Heimat nicht vertreten könnten, zu einer Kirche zu gehen, die homosexuelle Menschen traut. „Wir wissen, was wir tun, und wir tun es bewusst“, sagt zu Nieden zur Themenwahl, „aber es hat auch Auswirkungen“. Die Referentinnen decken unterschiedliche Seiten ab.

Teils bewegend

Nach der Eröffnung sprechen diese bis 10.45 Uhr. Von 11.15 Uhr bis 12.45 Uhr steht eine Podiumsdiskussion auf dem Programm, moderiert von Prof. Dr. Malte Dominik Krüger (FB Evangelische Theologie). Nach der Mittagspause leitet Dekan zur Nieden von 14 bis 15.45 Uhr eine Gesprächsgruppe. „Die Gespräche in der Podiumsdiskussion sind manchmal so bewegend, dass die Teilnehmenden noch Redebedarf haben. Dem soll hier Raum gegeben werden“, so die Verantwortlichen. Und ab 15.45 Uhr halten Propst Helmut Wöllenstein und Dechant Franz Langstein einen ökumenischen Gottesdienst in der Universitätskirche.