
Mal was anderes: „Tag der offenen Baustelle“
Als ein Beitrag zum Natur- und Klimaschutz wird seit August – und zwar bis voraussichtlich November – die Lahn renaturiert. Es betrifft den Bereich zwischen Gisselberg, Cappel und Ronhausen. Nach der Idee der Unteren Naturschutzbehörde wird der Lahn auf einer Länge von 1,5 Kilometern ein neues Bett gegeben – verbunden mit Gestaltungsmaßnahmen, die zahlreichen Tieren weitere Lebensräume bieten. Außerdem tragen die entstehenden Rinnen und Senken zum Hochwasserschutz bei: als Auffangbecken für plötzlich große Wassermengen bei Überflutungen und in trockenen Jahren für die Wasserhaltung.

Für Interessierte ist nun eine Baustellenbesichtigung möglich. Zum „Tag der offenen Baustelle“ wird für den morgigen Freitag, 18. Oktober, von 14 Uhr bis 17 Uhr eingeladen. Die Baustelle „Lahn-Renaturierung“ befindet sich an der Gisselberger Spannweite, in Marburg.
Die Baumaßnahme ist Teil des EU-LIFE-Projektes „Living Lahn – ein Fluss, viele Ansprüche“. Die Finanzierung wird ermöglicht aus Mitteln des LIFE-Projekts sowie Geldern aus der hessischen Fischerei-Abgabe und aus dem Integrierten Klimaschutzplan 2025.
Rede und Antwort
Projektkoordinatorin Ortrud Simon von der Unteren Naturschutzbehörde steht für Fragen und Informationen bereit. Außerdem führen bei drei Rundgängen Experten durch die neu geschaffenen Lebensräume und erläutern Hintergründe: Herbert Diehl vom Regierungspräsidium Gießen sowie Geschäftsführer Thomas Schmidt und Planer Daniel Floride von der Gesellschaft für Wasserwirtschaft, Gewässerökologie und Umweltplanung in Kassel.
Drei Führungen
Die Führungen starten um 14, 15 und 16 Uhr am Treffpunkt, der folgendermaßen erreichbar ist: Ab dem Kreisel in der Ortsmitte von Gisselberg der Straße „Große Wiese“ in Richtung Solarpark folgen (möglichst zu Fuß, per Rad oder Bus). Nach der Unterquerung der B3A rechts halten und dem Fahrradweg etwa 100 Meter folgen.

