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Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche am PC

Wer heute im Internet surft kennt diese aufpoppenden Fenster (zumeist Werbung) zur Genüge und ist daher auch zunächst mal nicht weiter verwundert, wenn ein solches erscheint. Wenn man dann aber reagiert und letztlich im weiteren Verlauf nach persönlichen Daten befragt wird oder, wie im aktuellen Fall, einen Zugriff zur Fernwartung erlauben soll, dann ist erhöhte Vorsicht geboten.

Perfides Vorgehen

Am Montag reagierte eine Studentin aus der Region auf ein Windowsfenster, das sie auf ein angebliches, bisher von ihr gar nicht festgestelltes Problem ihres Rechners hinwies. Es erweckte den Anschein, unmittelbar von Microsoft zu stammen. Die Betroffene rief daraufhin die angebliche Servicenummer an. Während des Telefonats gelang es dem „Mitarbeiter“ durch geschickte Gesprächsführung die Kontrolle über den PC mittels Fernwartung zu übernehmen. Er lokalisierte bei der Prüfung den „Trojaner“ in der Bank-App und überzeugte sein Opfer davon, dass man das Problem durch vorgetäuschte Überweisungen beseitigen und die möglichen Täter ermitteln könne. Das Opfer erstellte daraufhin mehrere TAN-Nummern, welche der Betrüger dann zu Sofortüberweisungen zwischen 50 und 150 Euro nutze.

Misstrauisch sein

„Die Maschen der Betrüger sind vielfältig, sie haben auf alle Fragen durchaus plausibel klingende Antworten. „Eine Auflistung der Maschen und Geschichten der Betrüger wäre nie vollständig, weil sie sich ständig ändern“, sagt Polizeisprecher Martin Ahlich und warnt: „Wer nicht Opfer von Betrügern egal ob an der Haustür, am Telefon oder eben am PC werden will, der muss spätesten immer dann ganz vorsichtig und mit gesundem Misstrauen reagieren, wenn es um persönliche Daten, dazu zählen telefonisch abgefragte Daten oder eben auch der Fernzugriff auf einen Computer, oder ums Geld oder sonstiges Vermögen geht.“ Allerspätestens dann müsse ein Stopp gesetzt werden.

Niemand sollte persönliche Daten am Telefon oder Rechner preisgeben! (Foto: Firmbee)


„Glauben Sie nicht sofort, was Sie am Telefon hören oder am PC lesen. Keine Daten preisgeben, keinen Fernzugriff zulassen und vor allem kein Geld oder sonstige Vermögenswerte überweisen oder übergeben! Fragen Sie erst auf eigenen bekannten Wegen und über bekannte Rufnummern, E-Mailadressen oder noch besser persönlich nach. Wenn sich herausstellt, dass tatsächlich jemand Hilfe benötigt, dann kann diese ja immer noch erfolgen.“
Weitere Informationen zu den vielen verschiedenen Maschen des Betrugs finden sich auch auf polizei.hessen.de unter „Schutz und Sicherheit“.