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Unternehmen für „Berufsfelderkundungstage“ gesucht

Auch in Siegen-Wittgenstein beklagen zunehmend mehr Unternehmer den ausbleibenden Fachkräftenachwuchs. Mit großem Einfallsreichtum entwickeln deshalb Personalverantwortliche verschiedene Methoden, um junge Menschen für ihr Unternehmen zu gewinnen. Über Berufsfelderkundungstage (kurz: BFE-Tage) haben Unternehmen nun die Chance, Achtklässlern das Unternehmen mit seinen verschiedenen Tätigkeitsfeldern unmittelbar vor Ort interessant und attraktiv zu präsentieren.

Mit einem BFE-Tag holen sich Unternehmen interessierte junge Menschen direkt ins Haus und bekommen so die Chance, sie auf bestimmte Berufe neugierig zu machen. (Foto: privat)

Die Kommunale Koordinierung des Kreises Siegen-Wittgenstein (Telefon: 0271 333-1460, -1462 oder -1472) lädt deshalb interessierte Unternehmen dazu ein, einen oder mehrere BFE-Tage anzubieten und sich in die kostenfreie Online-Datenbank https://www.bfe-siwi.de/ einzutragen.

Nur ein Mausklick

Hier erfahren die Achtklässler von dem Schnupper-Angebot und können beim Unternehmen einen BFE-Tag anfragen. Bestätigt das Unternehmen diese Anfrage mit einem Mausklick, besuchen die Schüler am verabredeten Termin die Firma, um diese kennenzulernen.
Der systematische Prozess beruflicher Orientierung beginnt an allen nordrheinwestfälischen Schulen am Anfang der achten Klasse mit einer „Potenzialanalyse“. Mit Hilfe verschiedener handlungsorientierter Tests werden die Stärken und Begabungen der Schüler für Experten erkennbar gemacht. Auf dieser Basis wird mit den Jugendlichen im Beisein ihrer Eltern über deren berufliche Wünsche und Perspektiven gesprochen. So entsteht idealerweise eine erste Vorstellung davon, wie später die berufliche Zukunft des Heranwachsenden aussehen könnte. Um die Erkenntnisse aus ihrer Potenzialanalyse zu überprüfen, dürfen alle Achtklässler in NRW während der BFE-Tage je einen Tag lang drei verschiedene Berufsfelder kennenlernen.

Sehr gute Basis

Diese „Schnuppertage“ sind zentraler Bestandteil des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss – KAoA“. Die Erfahrungen seit 2012 zeigen, dass derart früh und professionell begleitete Schüler eine sehr gute Basis haben, um ihren persönlichen Weg in ihr berufliches Leben leichter und zielgenauer zu finden.
Die Kommunale Koordinierung des Kreises steht für Rückfragen der Unternehmen gerne zur Verfügung und freut sich über möglichst viele neue Schnupper-Angebote für die Schüler der Region.