
Gesundheitsamt hat eine „Task Force Pflege & Corona““
Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist erneut mäßig gestiegen. Sie liegt aktuell bei 128. Und 58 Patienten gelten zwischenzeitlich wieder als gesund. Sieben Betroffene werden derzeit stationär im Krankenhaus behandelt, davon einer auf der Intensivstation. Mit einer speziellen Task Force kümmert sich das Gesundheitsamt um die besonderen Anliegen in Alten- und Pflegeheimen, wo es bislang noch nicht zu einer Häufung von Corona-Fällen gekommen ist.
Es bleibt abzuwarten
Trotz des neuerlichen Anstiegs bei den Infektionszahlen ist Dr. Birgit Wollenberg, die Leiterin des Gesundheitsamtes, vorsichtig optimistisch, dass sich die Geschwindigkeit der Ausbreitung etwas abschwächt. Man müsse aber die weitere Entwicklung abwarten.
Alles im Rahmen
Zu einer Häufung von Corona-Fällen in Alten- oder Pflegeeinrichtungen ist es im Landkreis Marburg-Biedenkopf glücklicherweise noch nicht gekommen. Lediglich bei einer Mitarbeiterin einer Einrichtung sei der Test positiv ausgefallen. In der Folge wurden fünf Bewohner in der Einrichtung unter Quarantäne gestellt.

Um den besonderen Anforderungen im Hinblick auf die besonders gefährdete Risikogruppe der älteren Menschen gerecht zu werden, hat das Gesundheitsamt eine Gruppe von Mitarbeitenden gebildet, die sich jetzt speziell um den Aspekt der stationären Pflegeeinrichtungen kümmert: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und der Stabsstelle Altenhilfe bilden gemeinsam die „Task Force Pflege & Corona“.
Material wird verteilt
Die „Task Force“-Akteure suchen die stationären Pflegereinrichtungen wie Alten-, Pflege und Senioreneinrichtungen im Landkreis auf, beraten die Pflegekräfte dort gezielt, verteilen Mundschutzmasken und nehmen bei Bedarf auch Abstriche, die dann zur weiteren Untersuchung ins Labor gebracht werden.
So hat die Task Force bereits 43 Pflegeeinrichtungen aufgesucht und mit jeweils 300 Mundschutzmasken versorgt, die für die normale Pflege ausreichend sind. Lediglich bei der Pflege von Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, sind die Masken mit der höheren Schutzstufe FFP 2 erforderlich.

Auch klären die Mitarbeiter der Task Force die Bedarfe an Schutzausrüstung, wie Kittel und Mundschutz-Masken. Hier seien in den Einrichtungen noch Bestände vorhanden, so dass die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner gewährleistet sei. Dennoch sei das Gesundheitsamt hier bereits auf Bundes- und Landesebene unterstützend aktiv, um möglichst bald Nachschub an Schutzkleidung oder Desinfektionsmittel zu bekommen.

